

Gemäldebeschreibung
Titel: „Thunderstorms“
Kunstobjekt-Nummer: 0935
Maße: 80 x 90 cm
Technik: Acryl, Objekt auf Leinwänden;
Rahmen: nein, Seiten bemalt;
Entstehungsjahr: 2009
Signiert: ja
Preis: € 1.200,-
Mögliche Subvention: 25 % vom Preis durch das Land Burgenland beim Kauf von Kulturgutscheinen.
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Zur Entstehung des Werks
Das Werk „Thunderstorms“ entstand im Jahr 2009. Es verbindet Elemente der Malerei mit Techniken der Collage und der Objektkunst zu einer spannungsvollen, vielschichtigen Komposition. Drei Leinwände wurden ineinander verschraubt und dadurch zu einem ungewöhnlichen Bildkörper zusammengefügt. Durch das auf der Leinwand befestigte reale Objekt wird die zweidimensionale Bildfläche um eine plastische, räumliche Ebene erweitert. Erst anschließend wurde die gesamte Konstruktion malerisch überarbeitet. So entstand kein klassisches Bild, sondern ein räumliches, beinahe reliefartiges Gebilde, bei dem sich Bild und Gegenstand miteinander verbinden.
Die helle, fast wolkenartige Malerei wird von kräftigen Farbflächen durchbrochen. Orange, Blau und Rot erscheinen wie einzelne Energiezentren in einem ansonsten von Weiß und Grau dominierten Bildraum. Die breiten, teilweise kreisenden Pinselbewegungen zeigen aufgewühlte Luft, Wolkenformationen und atmosphärische Strömungen.
Das schwarze runde Objekt im linken unteren Bereich war ein Fundstück. Es unterbricht die malerische Oberfläche radikal und zieht den Blick unmittelbar auf sich. Seine dunkle, kompakte Erscheinung steht im starken Gegensatz zur umliegenden Malerei. Eine Art Fremdkörper, der in die Atmosphäre eindringt. Durch seine tatsächliche Räumlichkeit überschreitet das Werk bewusst die Grenze zwischen Bild und Realität.
Auch die Verschraubung der drei Leinwände ist mehr als eine rein technische Konstruktion. Die einzelnen Bildflächen scheinen sich ineinander zu schieben und gegenseitig zu überlagern. Dadurch entsteht ein fragmentierter Bildraum, der an das unberechenbare Wesen eines Gewitters erinnert. Die sichtbaren Übergänge und Überlagerungen lassen den Betrachter zugleich über Vorder- und Hintergrund, Innen und Außen, Fläche und Raum nachdenken.
Der Titel „Thunderstorms“ – Gewitter gibt der abstrakten Komposition eine atmosphärische und emotionale Ebene. Das Gewitter kann dabei nicht nur als Naturereignis verstanden werden, sondern ebenso als Metapher für innere Spannung, aufgestaute Energie, Unruhe und plötzliche Veränderung. Die helle Farbigkeit vermittelt dabei nicht ausschließlich Bedrohung. Vielmehr scheint sich zwischen Ruhe und Aufgewühltheit, zwischen Leichtigkeit und Verdichtung ein Schwebezustand zu entwickeln.
So wirkt das Werk zugleich fragil und kraftvoll: Die zarten, wolkenähnlichen Pinselbewegungen treffen auf harte Konstruktion, die leuchtenden Farben auf das tiefe Schwarz des Objekts, die zweidimensionale Malerei auf ein reales dreidimensionales Element. Gerade aus diesen Gegensätzen bezieht „Thunderstorms“ seine Spannung.

